Buchcover: Die Wahrheit über Immobilienwerte von Dipl.-Ing. Marcelo Thiermann

Das Buch

Ein Preis ist eine Behauptung. Ein Wert ist eine Rechnung.

Über kaum einen Vermögenswert wird so selbstbewusst gesprochen und so wenig gerechnet wie über Immobilien. Der Quadratmeterpreis aus dem Portal, die Einschätzung des Maklers, die Zahl aus dem Online-Rechner — sie alle klingen nach Messung und sind Meinung.

157Seiten
7Kapitel
68eigene Abbildungen
2026Erstausgabe

Worum es geht

Für alle, die entscheiden müssen

Das Buch zeigt, wie ein Wert tatsächlich entsteht: welche Verfahren es gibt, wann welches greift, woher die Faktoren stammen, die darin eingesetzt werden — und an welchen Stellen die üblichen Abkürzungen zu Ergebnissen führen, die um zwanzig Prozent danebenliegen.

Es ist für Eigentümer, Käufer und Investoren geschrieben, nicht für Sachverständige. Kein Lehrbuch, keine Formelsammlung: Jedes Kapitel geht von einer Situation aus, in der jemand eine Zahl braucht, und zeigt, wie diese Zahl zustande kommt und woran man erkennt, dass sie nicht trägt. Aber geschrieben von einem, der die Gutachten unterschreibt.

Für wen

Drei Ausgangslagen

Vor dem Kauf

Sie haben ein Objekt in der Hand und einen Preis auf dem Tisch. Das Buch sagt Ihnen, welche Fragen Sie vor dem Notartermin geklärt haben müssen — und welche Antworten Sie schriftlich brauchen.

Im Bestand

Sie besitzen die Immobilie und müssen über Sanierung, Vermietung oder Verkauf entscheiden. Das Buch zeigt, welche Maßnahmen den Wert tatsächlich bewegen und welche nur Geld kosten.

Im Streitfall

Erbauseinandersetzung, Scheidung, Schenkung. Hier steht plötzlich eine Zahl im Raum, gegen die man sich wehren können muss. Das Buch erklärt, worauf ein Gutachten überprüfbar ist.

Inhalt

Sieben Kapitel

1Der Irrtum vom „Immobilienwert“Warum es den einen Wert nicht gibt und jede Zahl einen Zweck und einen Stichtag braucht.
2Warum Marktpreise keine Wahrheit sagenAngebotspreis, Kaufpreis, Verkehrswert — drei verschiedene Dinge, die ständig verwechselt werden.
3Online-Bewertungen und AlgorithmenWas hinter den kostenlosen Rechnern steckt, welche Daten sie haben — und welche nicht.
4Lage ist nicht gleich LageBodenrichtwert, Zone, Lagemerkmale: wo die amtlichen Daten enden und die Beurteilung beginnt.
5Substanz schlägt OptikRestnutzungsdauer, Modernisierungsgrad und der Unterschied zwischen neuer Küche und neuem Dach.
6Nutzung, Recht und RisikoBaurecht, Denkmalschutz, Überschwemmung, Altlasten — was den Wert begrenzt, bevor gerechnet wird.
7Wie Sachverständige Werte bildenDie drei Verfahren nach ImmoWertV, ihre Anwendungsfälle und ihre wunden Punkte.
·Synthese, Glossar und QuellenEine Checkliste für die eigene Prüfung, die Begriffe in Klartext, alle Fundstellen.
„Wo eine Quelle nichts hergibt, steht das im Gutachten — statt einer Zahl, die niemand nachrechnen kann.“Kapitel 7

Was Sie mitnehmen

Nach der Lektüre

  • Sie erkennen, ob eine Wertangabe eine Rechnung oder eine Behauptung ist.
  • Sie wissen, welche Unterlagen ein Gutachten braucht — und was fehlt, wenn sie fehlen.
  • Sie können den Bodenrichtwert selbst nachschlagen und richtig einordnen.
  • Sie verstehen, warum die Restnutzungsdauer der größte Hebel im Ergebnis ist.
  • Sie kennen die Risiken, die man einem Grundstück nicht ansieht, und wo sie amtlich stehen.
  • Sie können ein vorgelegtes Gutachten auf seine schwachen Stellen prüfen.

Leseprobe

Die ersten beiden Kapitel

46 Seiten: der Irrtum vom Immobilienwert und warum Marktpreise keine Wahrheit sagen.

Als PDF, 46 Seiten

Die Leseprobe enthält Titelei, Inhaltsverzeichnis, Vorwort und Einleitung sowie die vollständigen Kapitel 1 und 2 — mit allen Abbildungen und Fundstellen.

Der Autor

Geschrieben von jemandem, der die Gutachten unterschreibt

Dipl.-Ing. Marcelo Thiermann Elten ist Architekt und DEKRA-zertifizierter Sachverständiger für Immobilienbewertung. Seine Arbeit liegt dort, wo Bautechnik, Baurecht und Wirtschaftlichkeit zusammentreffen — bei Entscheidungen über Bestandsimmobilien, die sich nicht zurücknehmen lassen.

Das Buch ist aus dieser Praxis entstanden: aus den Fragen, die in Ortsterminen immer wieder gestellt werden, und aus den Missverständnissen, die dabei regelmäßig teuer werden.

In der Praxis

Die Methode als Werkzeug

Was im Buch als Methode steht, steckt im Objekt-Check als Werkzeug: Wert und Risiko einer Immobilie aus vierzehn amtlichen Quellen — jede Zahl mit Herkunft und Stichtag, und dort, wo eine Quelle nichts hergibt, ein ausgewiesenes „nicht verfügbar“ statt eines Schätzwertes.